Dr. med. Markus Meibert

Dr. med. Markus Meibert

Chefarzt


St. Lukas Klinik GMBH
Schwanenstraße 132
42697 Solingen

St. Lukas Klinik GMBH


Therapeutisches Leistungsspektrum

  • Bauchwandbruch
  • Epigastrische Hernie
  • Femoralhernie
  • Hiatushernie
  • Leistenbruch
  • Nabelhernie
  • Narbenhernie
  • Parastomale Hernie
  • Zwerchfellbruch-OP

Wir über uns

Viszeralchirurgie allgemein

Einen wesentlichen Anteil am Leistungsumfang hat die Viszeralchirurgie mit der Behandlung von Eingeweidebrüchen (Leisten- und Bauchwandhernien) und Operationen an Schilddrüse, Magen, Leber, Dick- und Enddarm (Colon/Rektum) sowie der Gallenblase. Hierbei kommt im verstärkten Maße das besonders schonende Verfahren der minimal-invasiven Chirurgie zum Einsatz. Durch Schwerpunktbildung in der Kplus Gruppe werden planbare Eingriffe bei gut- und bösartigen Erkrankungen von Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und Speiseröhre (Ösophagus) in der St. Lukas Klinik durchgeführt.

Eingeweidebrüche

Als Eingeweidebrüche bezeichnet man Ausstülpungen des Bauchfells durch einen angeborenen oder erworbenen Defekt der Bauchwand. Häufig treten sie in der Leistengegend (Leistenbruch oder Leistenhernie) auf. Ein Leistenbruch entsteht an einer Schwachstelle im Bereich der Leistenregion. Aufgrund der körperlichen Gegebenheiten (beim Mann ziehen der Samenstrang, Gefäße, verschiedene Hüllschichten für den Hoden von innen nach außen durch die Bauchdecke — bei der Frau nur das Mutterband) sind Männer viel häufiger betroffen als Frauen. Der Leistenbruch kann angeboren sein oder im Laufe des Lebens durch Belastung erworben werden. Oft besteht gleichzeitig eine sogenannte Bindegewebsschwäche. Viele Patienten bemerken ihren Leistenbruch selbst. Er zeigt sich durch ziehende Schmerzen von der Leiste nach oben zum "Beckenknochen" bzw. nach unten zum Hoden oder Oberschenkel. Eine Schwellung der Leiste, die sich beim Pressen, Husten und Heben, bei der Arbeit oder beim Sport verstärkt, ist Hinweis für die Diagnosestellung durch den Arzt. Die Schmerzen in der Leiste, die durch Druck auf Nerven entstehen, können unterschiedlich ausgeprägt sein, sind aber selbst nicht gefährlich. Die Gefahr besteht darin, dass der Bruch im Laufe der Zeit größer wird und eine "Einklemmung" auftreten kann. Das Bauchfell stülpt sich zusammen mit Fettgewebe (Lipom) durch die "Bruchlücke" wie ein Finger eines Gummi-Handschuhes und bildet einen "Bruchsack", der sich bei erhöhtem Bauchinnendruck weiter vergrößert. In diesen Bruchsack können Teile der Bauchorgane, z. B. eine Darmschlinge hineinrutschen und sich gelegentlich verklemmen. In diesem Fall wird eine Notoperation notwendig, um das Absterben eines eingeklemmten Darmteils zu verhindern oder bereits abgestorbenen Darm zu entfernen.

Besonders bei Wunden, deren Heilung nicht problemlos verlaufen ist, weist die zurückbleibende Narbe oft für einen längeren Zeitraum nur eine geringe Festigkeit auf. Deshalb kann es an einer solchen Schwachstelle der Bauchwand relativ leicht zu einem Narbenbruch kommen, insbesondere dann, wenn der Bauchinnendruck durch schwere körperliche Arbeit oder starkes Husten ansteigt. Pro Jahr müssen sich etwa 50.000 Patienten in Deutschland nach Eingriffen im Bauchbereich einer Nach-Operation wegen eines Narbenbruches unterziehen. Ziel dieser Operation muss es sein, die Anatomie der vorderen Bauchwand wiederherzustellen. Störungen an der Bauchmuskulatur rufen Störungen an der Rückenmuskulatur hervor.

Um eine rasche Wiederherstellung der Festigkeit zu erreichen, werden heute regelmäßig Kunststoffmaterialien zur Rekonstruktion verwendet. Mit einer solchen Technik (Verwendung von Kunststoffnetzen, die zur elastischen Verstärkung in die Bauchdecke eingebracht werden) sind niedrige Wiederauftretensraten bei der Rekonstruktion der vorderen Bauchwand von unter fünf Prozent zu erwarten.

Bei Eingeweidebrüchen führt die Abteilung für Chirurgie an der St. Lukas Klinik folgende Operationsverfahren durch

  • Herniotomien nach Shouldice (mit und ohne Netz):


Bei der Shouldice Operationsmethode wird in Vollnarkose oder Spinalanästhesie (Betäubung der unteren Körperhälfte), eventuell auch in örtlicher Betäubung nach Anlage des Leistenschnittes die Bruchpforte von außen eingeengt, indem mehrere Schichten der Bauchwand zur Verstärkung gedoppelt und mit einem Kunststoff-Faden vernäht werden. Dadurch entsteht Zug auf die Bauchwand in der Leistengegend und auf das Fadenmaterial. Hierdurch können oft gerade in der anfänglichen Zeit nach der Operation unangenehme Schmerzen entstehen, die eine Schmerzmitteleinnahme erforderlich machen. Diese Methode macht eine Schonung der Bauchdecke für circa zwölf Wochen erforderlich, bis die endgültige Festigkeit erreicht ist. Als Onlay Patch bezeichnet man dabei ein Kunststoffnetz, das mit einem Schnitt und von außen auf der Bauchdecke (unterhalb der äußeren Hautschicht) aufgenäht wird. Als Sublay Patch bezeichnet man hingegen ein Kunststoffnetz, das mit einem Schnitt und von außen unter die Bauchwand eingebracht wird.

  • Endoskopische Hernienoperationen (TEPP):


Mit der rasanten Entwicklung der operativen Laparoskopie und der minimal-invasiven Chirurgie (MIC) in den letzten Jahren und den damit einhergehenden Vorteilen für die Patienten wurden neue Operationsmethoden zur Reparation des Leistenbruches entwickelt und weitgehend standardisiert. Bei den endoskopischen Operationsmethoden ("Schlüssellochmethode") werden durch Röhrchen (Trokare) eine kleine Kamera, kleine Zangen und Scheren in den Körper eingeführt. Über die bekannten Lücken und Schwachstellen der Leistenregion wird von innen zwischen Bauchfell und Bauchwand ein sogenannter Patch eingebracht. Dieser besteht aus einem gut verträglichen, nicht resorbierbaren Polypropylene-Vlies. Polypropylene wird in der Medizin seit 40 Jaren mit gutem Erfolg eingesetzt. Ernsthafte Nachteile sind bislang nicht bekannt. Bei der total extraperitonealen Patch Plastik (TEPP) erfolgt der Zugang außerhalb des Bauchraumes (extraperitoneal). Die Baucheingeweide werden in der Regel nicht tangiert oder gesehen. Der Zugang mit dem Endoskop erfolgt vor dem Bauchfell.

Galeriebilder

  • Bild Klinik/Praxis/Arzt
  • Bild Klinik/Praxis/Arzt

KONTAKT DETAILS

Adresse:
St. Lukas Klinik GMBH
Schwanenstraße 132
42697 Solingen
Deutschland